
NEUE ZÜRCHER ZEITUNG 4.2.1977
"Bemerkenswert sodann wiederum die Arbeiten schweizerischer Studenten an der Hochschule für Fernsehen und Film (HFF), München, allen voran des 28-jährigen Walter Webers "Weihertal". Weber, zugleich auch Absolvent der Regieklasse der Schauspielakademie Zürich (...) beschreibt stimmungsvoll das Klima latenter Gewalttätigkeit einer Jugendbande "im tiefsten Herzen der Schweiz": Geheimspiele, Inzest, russisches Roulett als einzige Alternative zur Langeweile."
DIE TAT 4.2.1977
"Mindestens so interessant erschien mir da ein anderes Debüt, "Weihertal". Hier beobachtete Walter Weber zwischenmenschliche Beziehungen im gebrochenen Idyll helvetischer Abgeschiedenheit: Wie in der Enge ursprüngliche Kräfte und Triebe verdammt, wie sie irregeleitet und für den alltäglichen Faschismus anfällig werden. Weber lässt sich Zeit, er presst keine Story zusammen, sondern verbindet Fragmente, Beobachtungen von Gesten und Blicken. Da gibt es die für jeden fruchtbaren Film nötige Luft: den Raum für das Spielerische, oft auch Lyrische, den Sinn für die Lücken, in denen das Entscheidende geschieht und in die der Zuschauer selbständig einzudringen vermag."
BRUNO JAEGGI
ZOOM Nr. 4/77
"Diese Atmosphäre zu schaffen, ist Weber weitgehend gelungen, auch wenn einzelne Handlungsabläufe lückenhaft erscheinen. Immerhin lässt er den Zuschauer Zusammenhänge erahnen, und er regt dessen Phantasie an."
TV/RADIO-ZEITUNG:
"Überhaupt scheinen die jungen Schweizer nach der Politik die Erotik entdeckt zu haben. Dafür spricht Walter Webers "Weihertal". Beeindruckend in der filmischen und erzählerischen Qualität: Die Beschreibung einer Jugend im Abseits, in der Provinz-Landschaft, eigenwillig und intensiv."
HANS RUDOLF HALLER
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